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Echinacea

Arzneipflanze des Monats

Die arzneiliche Wirkung des Sonnenhuts (Echinacea) war bereits den Indianern Nordamerikas bekannt. Sie kauten die Wurzeln bei Hals- und Zahnschmerzen und verwendeten die Pflanzenextrakte bei Schlangenbissen, Wunden und Verbrennungen. Die europäischen Siedler Nordamerikas übernahmen den Gebrauch des Sonnenhutes schließlich von ihnen. Heute wird Echinacea vor allem zur Vorbeugung von Infekten der oberen Atemwege eingesetzt.

Inhaltsstoffe

Medizinisch werden drei Echinacea-Arten eingesetzt:

  • Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea)
  • Blassfarbener Sonnenhut, auch als Prärie-Igelkopf bezeichnet (Echinacea pallida)
  • Schmalblättriger Sonnenhut (Echinacea angustifolia)

Je nach Art werden unterschiedliche Pflanzenteile genutzt. Während von Echinacea pallida und angustifolia die Wurzel verwendet wird, findet von Echinacea purpurea nur das Kraut arzneiliche Anwendung. Dementsprechend gibt es je nach Stammpflanze und Pflanzenorgan qualitative und quantitative Unterschiede. Das Kraut vom Purpur-Sonnenhut enthält Alkamide, Kaffeesäure-Abkömmlinge, Inulin und Arabinogalactan-Eiweiße. Die Wurzeln vom Prärie-Igelkopf und dem Schmalblättrigen Sonnenhut enthalten ähnliche Komponenten, hauptsächlich das Echinacosid, ätherische Öle, Polyine und Arabinogalactan-Eiweiße. Für Echinacea angustifolia ist das Cynarin als Chinasäure-Abkömmling zusätzlich charakteristisch.

Anwendung

Echinacea wird eine Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte durch Stimulierung des unspezifischen Abwehrsystems zugeschrieben. Die Wirksamkeit des Sonnenhutes ist allerdings wissenschaftlich noch nicht ausreichend belegt. Erfahrungsgemäß werden Extrakte aus dem Kraut vom Purpur-Sonnenhut und der Wurzel von Echinacea angustifolia zur unterstützenden Behandlung und Vorbeugung von Infekten der oberen Atemwege und der ableitenden Harnwege eingesetzt. Äußerlich angewendet sollen sie einen positiven Einfluss auf schlecht heilende oberflächliche Wunden haben und der Prophylaxe von Lippenherpes dienen.

Echinacea als Immunstimulans sollte gleich bei den ersten Anzeichen einer Erkältung als Tropfen oder Tabletten eingenommen werden. Die Anwendungsdauer sollte sich auf maximal acht Wochen beschränken, da nur eine begrenzte Stimulation des unspezifischen Immunsystems möglich ist.

Gegenanzeigen: Echinacinpräparate sollten nicht eingenommen werden, wenn Allergien gegen Korbblütler (z.B. Kamille) bestehen, bei Erkrankungen, die mit eingeschränkter Immunabwehr einhergehen oder wenn Medikamente eingenommen werden, die das Immunsystem unterdrücken (z.B. Glukocortikoide, Krebsmedikamente).

 

Arzneimittel mit Echinacea

In Präparaten mit Echinacea werden Frischpflanzenpresssäfte oder Trockenpresssäfte aus Echinacea purpura und Trockenextraktpräparate aus Echinacea pallida und angustifolia verwendet:

  • Echinacin® Madaus Tropfen, -Tabletten, -Capsetten
  • Echinacea® Stada Lutschtabletten
  • Esberitox®
  • Contramutan® Saft, -Tropfen
  • Lymphozil® Tabletten

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