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Lavendel

Arzneipflanze des Monats

Lavendelblüten sind bekannt für ihre duftenden ätherischen Öle. Dabei gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungsgebiete – zum Beispiel in der Volksmedizin oder im Kosmektikbereich. 

Erscheinungsbild

Lavendel ist ein Halbstrauch und erreicht eine Höhe von knapp einem Meter. Die schmalen, lanzettlichen, silbriggrauen Blätter, die zunächst dicht behaart sind, verkahlen später. Die violettfarbenen Blüten sitzen auf langen Stängeln in dichten Quirlen und bilden eine Scheinähre. Zur Drogengewinnung werden die Blüten kurz vor dem Aufblühen abgestreift und getrocknet.

Vorkommen

Der echte Lavendelstrauch (Lavandula angustifolia MILL.) aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) mit seinen intensiv aromatisch duftenden Blüten ist im westlichen Mittelmeerraum beheimatet. Zur kommerziellen Ölproduktion wird die Pflanze in großen Kulturen in Frankreich, Bulgarien und Spanien angebaut. Im Gegensatz zum echten Lavendel ist der kommerziell angebaute Lavandin eine spontane Kreuzung aus Lavandula angustifolia und Lavandula latifolia. Er liefert das Lavandinöl, das im großen Maßstab von der Kosmetikindustrie zu Seife, Badeölen, Lotionen und Parfüm verarbeitet wird.

Name

Der Gattungsname Lavandula leitet sich zum einen vom lateinischen lavare (waschen) ab, denn schon in der Antike setzten die Menschen das Kraut gern dem Waschwasser zu. Zum anderen ist eine Entlehnung des Namens von levare (erleichtern, abwehren) möglich und weist auf die krampflösende, nervenberuhigende und geistervertreibende Bedeutung und Wirkung der Pflanze hin. Der deutsche Name Lavendel ist ein Lehnwort zu beiden lateinischen Begriffsformen. Synonym für Lavendelöl werden heute noch die Begriffe Spikaden- oder Nardennöl verwendet.

Inhaltsstoffe

Hauptinhaltsstoff der echten Lavendelblüten (Lavandula angustifolia) ist das für den charakteristischen Duft verantwortliche ätherische Öl, das durch Wasserdampfdestillation aus den frischen Blüten gewonnen wird. Das Lavendel- oder Spiköl besteht vorwiegend aus Monoterpenen, deren wichtigster Bestandteil mit einem Gehalt von 30-55% das Linalylacetat ist. Daneben kommen Linalool (20-35%), Campher, Rosmarinsäurerederivate, Flavonoide und Phytosterole vor.

Anwendung

Neben der Anwendung als Waschzusatz wurde Lavendel in der Antike als Gewürz dem Wein hinzugefügt. Im Hochmittelalter empfahl Hildegard von Bingen das Kraut gegen Kopfläuse, Paracelsus setzte es als Räucherwerk ein und im 16. und 17. Jahrhundert galt die Pflanze als Schutz gegen Pest und Cholera. Das Lavendelöl wurde noch im Ersten Weltkrieg zur Wunddesinfektion angewendet.

Heute setzt man es ein…

  • als mild wirkendes Beruhigungsmittel bei Unruhezuständen und Einschlafstörungen (innerlich)
  • als Badezusatz zur Wundbehandlung und zur Behandlung funktioneller Kreislaufstörungen (äußerlich)
  • als Repellent zur Abwehr von Mücken und anderen stechenden Insekten (äußerlich)
  • in der Volksmedizin gegen Appetitlosigkeit, bei funktionellen Oberbauchbeschwerden wie nervösem Reizmagen, Meteorismus und nervösen Darmbeschwerden (innerlich)
  • in der Aromatherapie gegen Kopfschmerzen, Migräne, Spannungsgefühle und emotionale Aufregung (äußerlich)
  • in Kräuterkissen als Einschlafmittel (äußerlich)
  • als Küchengewürz in der französischen und mediterranen Küche für herzhafte und süße Speisen

Teezubereitung bei Unruhebeschwerden, Einschlafstörungen und Blähungen:
1 bis 2 Teelöffel voll Lavendelblüten mit heißem Wasser (ca. 150 ml) übergießen und nach etwa 10 Minuten durch ein Teesieb geben. Sie können mehrmals täglich, besonders abends vor dem Schlafengehen, eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken.

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