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Multiresistente Erreger (MRE)

Gefährliche Keime

Zuletzt wurden in niedersächsischen Gewässern multiresistente Erreger nachgewiesen. Doch was sind eigentlich „multiresistente Erreger“ (MRE), was können Sie dagegen tun und welche Rolle spielen Antibiotika dabei?

Was sind „multiresistene Erreger“ (MRE)?

Eigentlich können bakterielle Infektionen gut mit Antibiotika behandelt werden. Allerdings passen sich Bakterien gut an Veränderungen in ihrer Umgebung an und können gegen Antibiotika widerstandsfähig, also resistent werden. Das hat zur Folge, dass ein Antibiotikum nicht mehr wirkt.

Antibiotika-Resistenzen sind ein großes Problem: Für einige Infektionen stehen kaum noch wirksame Antibiotika zur Verfügung. Wenn Antibiotika-Resistenzen immer häufiger werden, können bisher gut behandelbare Infektionen in Zukunft lebensbedrohlich werden.

Die Gefahr für eine Resistenz ist besonders groß, wenn das Antibiotikum nicht richtig angewendet wird.

Ursachen für die Entstehung dieser multiresistenten Erreger  ist der vermehrte Einsatz von Antibiotika bei Mensch und Tier sowie die fehlerhafte Anwendung von Antibiotika. 

Wie können Sie Antibiotika-Resistenzen vermeiden?

Durch den verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika kann jeder Patient dazu beitragen, dass diese lebenswichtigen Medikamente auch in Zukunft wirksam bleiben.

7 Tipps für den richtigen Umgang mit Antibiotika:

  1. Wenden Sie Antibiotika ausschließlich nach ärztlicher Verordnung an.
  2. Nehmen Sie Antibiotika immer so lange und in der Dosierung ein, wie vom Arzt vorgesehen. Beenden Sie die Behandlung nicht vorzeitig, auch wenn es Ihnen schon besser geht.
  3. Fragen Sie Ihren Apotheker, was Sie bei der Einnahme der Antibiotika beachten müssen, z. B. Wechselwirkungen mit Lebensmitteln.
  4. Heben Sie keine Reste von Antibiotika auf, um sie bei der nächsten Infektion einzunehmen.
  5. Geben Sie Antibiotika, die der Arzt Ihnen verordnet hat, nicht an andere Patienten weiter.
  6. Entsorgen Sie Antibiotika nicht über die Toilette oder das Waschbecken, sondern über den Hausmüll. So werden sie rückstandslos verbrannt. Die Entsorgung von Antibiotika über das Abwasser verbreitet die Substanzen in die Umwelt und fördert so die Entstehung von Resistenzen.
  7. Vermeiden Sie Infektionen soweit wie möglich. Oft reichen schon einfache Hygienemaßnahmen.

Quelle: ABDA – Bundesvereinigung  Deutscher Apothekerverbände

Mit der richtigen Hygiene können Sie Infektionen (speziell die der Atemwege) vermeiden:

  • Lassen Sie sich gegen Infektionskrankheiten impfen. Die Schutzimpfung gegen Grippe (saisonale Influenza) sollte jährlich wiederholt werden.
  • Waschen Sie sich mehrmals täglich die Hände mit Wasser und Seife für etwa 30 Sekunden, auch zwischen den Fingern. Händewaschen ist Pflicht nach jedem Toilettenbesuch, vor jeder Mahlzeit sowie nach dem Kontakt mit Tieren und rohem Fleisch.
  • Putzen Sie sich die Nase mit Einmaltaschentüchern und entsorgen Sie diese anschließend umgehend. Waschen Sie sich nach dem Naseputzen die Hände.
  • Husten oder niesen Sie nicht in die Hand, sondern in die Armbeuge. Halten Sie dabei möglichst großen Abstand zu anderen Menschen.
  • Berühren Sie Ihr Gesicht möglichst wenig mit den Händen.
  • Lüften Sie mehrmals täglich. Am besten das Fenster für einige Minuten komplett öffnen. Das sorgt für ein besseres Raumklima.

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